Vom Fantasy-Rollenspiel zum Detektivroman – Über die Entstehung von „Des Teufels Mörder“ (Teil 1)

Einleitung
Teil 1: Die Anfänge
Teil 2: Jetzt oder nie!
Teil 3: Die Charaktere
Teil 4: Fantasy ade (leichte Handlungsspoiler)
Teil 5: Brüder Carroux, euer Auftritt! (massive Handlungsspoiler)
Teil 6: Wie ein Schneekristall

Die Anfänge

„Öl der Dunkelheit seinerseits wird benutzt, die Felsschiffe zu bauen, berühmte, aber extrem seltene magische Felsenboote der Zwerge, die sich mit derselben Leichtigkeit durch festes Felsgestein bewegen können wie Vögel durch die Luft.“

Dieser Satz findet sich im Fantasy-Rollenspiel-Regelwerk „Dungeons & Dragons – Das große Buch der D-&-D-Regeln“. Und es ist der Satz, mit dem die Entstehung von „Des Teufels Mörder“ begann.

Ein kleiner Exkurs zum besseren Verständnis: Rollenspiele sind interaktive Gesellschaftsspiele, bei denen eine Gruppe von Spielern in die Hauptrollen einer abenteuerlichen Geschichte schlüpft, die von einem weiteren Spieler, dem sogenannten Spielleiter, erzählt wird. Innerhalb dieser Geschichte können sich die Spieler frei bewegen, Gespräche führen und alles tun, was sie tun wollen. Der Spielleiter muss dann die Handlung entsprechend anpassen.

Als ein solcher Spielleiter war ich irgendwann im Herbst 2003 auf der Suche nach Inspiration für ein neues Abenteuer, wobei ich auf den oben zitierten Satz stieß. Ein Schiff, das durch massiven Felsen gleiten kann? Faszinierend. Ich nahm dieses Detail als Ausgangspunkt und konstruierte eine turbulente Geschichte rund um ein kleines Küstendorf, in dem sich seltsame Ereignisse häufen, Geisterpiraten, die weder Geister noch Piraten sind, und ein mysteriöses Volk von Unterwasserwesen. Ihr Titel: „Kapitän Lachlans Rache“. Warum der Name „Lachlan“? Weil im Fernsehen damals gerade „Twin Peaks“ wiederholt wurde; so einfach macht man es sich manchmal. In den folgenden Jahren habe ich dieses Abenteuer mit verschiedenen Rollenspielgruppen gespielt und die Geschichte wurde sehr positiv aufgenommen.



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